EKD macht Rückzieher bei Sexualethik-Papier

Gepostet von am Feb 18, 2014 in Allgemein | Keine Kommentare

Nach knapp vier Jahren Vorbereitungszeit hat die Evangelische Kirche in Deutschland ihr Papier zur Sexualethik kurz vor der Veröffentlichung wieder zurückgezogen. Das erweiterte Familienbild der EKD hatte schon vor einem Jahr für Schlagzeilen und Widerspruch gesorgt.  Der Vizepräses der EKD-Synode, Günther Beckstein, forderte zwischenzeitlich, dass man über das neue Grundsatzpapier „sorgfältig diskutieren sollte“. Und auch „Der Spiegel“ warnt in diesem Zusammenhang vor einem deutlichen Verlust an Glaubwürdigkeit, nach dem Motto: „Wer für alles Verständnis zeigt, wird irgendwann sprachlos.“

Damit kann man dieses Vorgehen wohl in einen direkten Zusammenhang mit den ersten Ergebnissen der Fragebogenaktion der Katholischen Kirche zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ bringen. Hier hatte man u. a. feststellen müssen, dass die kirchliche Lehre zur Sexualität im Alltag für viele Katholiken kaum noch eine Rolle spiele. Als Gründe wurden ein Wandel in der Gesellschaft, aber auch Defizite in der eigenen Seelsorge sowie eine für viele Gläubige unverständliche Sprache in kirchlichen Dokumenten genannt.

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