Fastenhirtenbrief 2015 von Bischof Heinrich Mussinghoff

Gepostet von am Feb 23, 2015 in Allgemein | Keine Kommentare

Sich verantwortlich zu zeigen für die Seelsorge und das Wirken der Kirche im Bistum Aachen, dazu ruft Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff in seinem diesjährigen Fastenhirtenbrief auf.

Dies sei eine von drei Voraussetzungen für die „Dynamik des Aufbruchs” der Kirche, die Papst Franziskus in seinem Schreiben „Evangelii Gaudium” dargelegt habe. Darüber hinaus sei eine Erneuerung der Seelsorge und ihrer Strukturen im Bistum Aachen vonnöten. Die dritte Voraussetzung sei, „mit Freude und Begeisterung von der frohen Botschaft zu sprechen”.

Oft gebe es Erfahrungen von Misstrauen, Ermüdung, Defensive, Minderwertigkeit oder Lustlosigkeit, die keine guten Voraussetzungen für das Engagement in der Verkündigung seien. Bedrückend seien die Skandale, die Vorwürfe und die schlechte Stimmung. „Wir spüren, wie das kirchliche Leben zurückgeht, wie die religiöse Bindung nicht nur der jungen Generation schwächer wird. Es gibt viele Veränderungen und Umbrüche, die wir nur begrenzt mitbestimmen können: Arbeitswelten, Lebensstile, Wertpräferenzen sind im Wandel.”

Wichtig sei aber, sich diesen Herausforderungen für die Kirche zu stellen. „Auch bei rückläufigen kirchlichen Zahlen, einer sich reduzierenden religiösen Sozialisation in einer Gesellschaft, in der Konfessionslosigkeit immer häufiger wird, müssen wir nach Wegen einer guten Verkündigung Suchende bleiben”, so der Bischof. Alle Getauften seien eingeladen, „die Kirche mit Mut weiter voranzubringen”. Begeisterung sei dabei sehr wichtig für die Vermittlung der Frohen Botschaft. Jeder dürfe sich einbringen in diese Verkündigung der Frohen Botschaft in Wort und Tat. Dies sei auch ein Beitrag zum Dialog-Prozess, der bundesweit in diesem Jahr seinen Abschluss findet. In diesem Zusammenhang dankt der Bischof den Vielen, die ehrenamtlich mitarbeiten in Räten und Verbänden, in Initiativen und sozialkaritativen Projekten. Papst Franziskus bestärke in diesem Tun: „Das Gute neigt immer dazu, sich mitzuteilen.”

Die Heiligtumsfahrt 2014 sei „unser Aufbruch als Pilgerinnen und Pilger” gewesen, eine bereichernde freudvolle Erfahrung, ein Fest des Glaubens, das Gemeinschaft der Kirche habe erleben lassen. „Ich denke, in Vielem sind wir in unserem Bistum auf einem guten Weg. Der Heilige Vater hat uns zu stetem Hinausgehen und Überdenken des Gewohnten aufgefordert. Bleiben wir also glaubend in Bewegung”, schließt der Bischof seinen Fastenhirtenbrief. (iba/Na 022)

Den Fastenhirtenbrief finden Sie → hier.

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