Synode wird mit Spannung erwartet

Synode wird mit Spannung erwartet

Gepostet von am Sep 14, 2015 in Allgemein | Keine Kommentare

Thema: Ehe- und Familienpastoral – 04. bis 25. Oktober 2015 in Rom

In wenigen Tagen ist es soweit.

SynodeDie Ordentliche Bischofssynode vom 4. bis 25. Oktober 2015 befasst sich in Rom unter dem Titel „Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ mit der Ehe- und Familienpastoral. Wir haben auf unserer Webseite in den vergangenen Monaten bereits sehr intensiv das Geschehen begleitet. In 24 umfangreichen Beiträgen haben wir versucht, die Entwicklungen zeitnah und inhaltlich informativ für unsere Leserinnen und Leser aufzubereiten.

Das sogenannte „Instrumentum laboris“, das in fast allen Sprachen publiziert wurde, bildet die Grundlage für die Debatten der Ordentlichen Bischofssynode. In weiten Teilen deckt sich das Papier mit dem Abschlussdokument der vorbereitenden Synode vom Oktober 2014 und wurde durch Papst Franzsikus zugleich zum vorbereitenden Dokument der anstehenden Synode erklärt. Dabei wurden auch Abschnitte wieder aufgenommen, die im Oktober 2014 bei Abstimmungen keine absolute Mehrheit der Synodenväter auf sich vereinigen konnten. Außerdem flossen in das nun vorliegende Grundlagenpapier die Antworten auf den vatikanischen Fragebogen aus der gesamten Weltkirche ein.

Das INSTRUMENTUM LABORIS – die Arbeits- und Diskussionsgrundlage – veröffentlichten wir bereits in unserem Beitrag vom 18.10.2014 „Bischöfe veröffentlichen Arbeitsübersetzung des Synodenberichts auf Deutsch“. → Hier können Sie das gesamte Dokument erreichen.

Es haben sich viele Meinungen herausgebildet. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode z. B. hofft auf Offenheit der Teilnehmer und wünscht sich, dass die Bischöfe die Türen für neue Lösungen offenhalten. Zum Thema des Umgangs mit wiederverheirateten Geschiedenen empfiehlt er einen neuen Zugang: Zwar hätte die zweite Ehe sakramental niemals die gleiche Bedeutung wie die erste, allerdings müssen man sich fragen, ob der Ausschluss von der Beichte und der Kommunion Folge der neuen Wirklichkeit sein müsse. Bisher behandle die Kirche „alle gleich, ob jemand Schuld trägt oder nicht“, so der Bischof. Es sei außerdem absolut notwendig, dass nicht nur Kleriker an der Synode teilnehmen, sondern auch katholische Familien.

Der Bischof betont, die Synode sei kein Konzil und bringe nicht Beschlüsse, sondern Empfehlungen hervor: Der Papst wird ein richtungsweisendes Schreiben verfassen, das neue pastorale Schwerpunkte setzt. (kna 11.09.2015 vs)

Der Vatikan hat die offizielle Teilnehmerliste der kommenden Bischofssynode veröffentlicht. Neben den Vertreter aller Bischofskonferenzen und Ostkirchen sowie Gästen anderer Konfessionen wurden auch die von Papst Franziskus direkt berufenen Vertreter bekannt. Unter ihnen ist wie bereits bei der Synode im vergangenen Jahr der deutsche Kurienkardinal und emeritierte Präsident des vatikanischen Ökumene-Rates, Kardinal Walter Kasper; er hatte 2014 mit einem Grundsatzreferat über Ehe und Familie den synodalen Prozess zu diesem Themenkreis eröffnet.

Weitere Vertreter aus dem deutschen Sprachraum sind – von der Deutschen Bischofskonferenz – Kardinal Reinhard Marx (München-Freising), Heiner Koch (Berlin) und Franz-Joseph Bode (Osnabrück). Aus Österreich kommen der Bischof von Feldkirch, Benno Elbs, sowie Kardinal Christoph Schönborn von Wien, der als einer von 45 vom Papst Ernannten zur Synode reist. Überdies nimmt mit dem serbisch-orthodoxen Bischof Andrej Cilerdzic ein dritter Österreicher an der Synode teil. Er wird auf der Teilnehmerliste unter den Ökumene-Vertretern aus Schwesterkirchen genannt. Aus der Schweiz wird der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, dabei sein. Unter den Ordensvertretern findet sich der Erzabt von St. Ottilien, Jeremias Schröder, auf der Synodenliste.

Neben den Geistlichen und Geweihten gibt es auch einige Ehepaare, die – wie bei der vergangenen Synode vom Oktober 2014 – an der kommenden Synode teilnehmen und ihre Erfahrungen und Zeugnisse einbringen werden. Aus Deutschland wird das Ehepaar Petra und Alois Johann Buch aus Aachen sprechen. Petra Buch ist in der diözesanen Familienseelsorge tätig. Ihr Mann wirkt als Professor für Moraltheologie beim Interdiözesanen Priesterseminar St. Lambert und ist Ständiger Diakon der Diözese Aachen.

Eine weitere deutsche Stimme bei der Synode wird der Gast der evangelischen Kirche sein: Es handelt sich um Thomas Schirrmacher. Er ist Präsident der theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz.

Insgesamt umfasst die vom Vatikan veröffentlichte Liste rund 360 Teilnehmende. Unter den von Papst Franziskus direkt Ernannten befinden sich 27 Kardinäle, darunter neben Kasper und Schönborn auch der als Verteidiger der traditionellen kirchlichen Ehelehre geltende Kardinal von Bologna, Carlo Caffarra.  (rv 15.09.2015 mg)

Wenn Sie Interesse an unseren 24 Beiträgen haben, wir haben diese nachstehend noch einmal für Sie zusammengestellt:

Bericht vom 08.09.2015

Bericht vom 11.04.2015

Bericht vom 04.02.2015

Bericht v0m 28.01.2015

Bericht vom 10.12.2014

Bericht vom 07.11.2014

Bericht vom 18.10.2014

Bericht vom 05.10.2014

Bericht vom 24.09.2014

Bericht vom 21.09.2014

Bericht vom 26.06.2014

Bericht vom 18.05.2014

Bericht vom 09.04.2014

Bericht vom 17.03.2014

Bericht vom 06.03.2014

Bericht vom 25.02.2014

Bericht vom 21.02.2014

Bericht vom 03.02.2014

Bericht vom 29.01.2014

Bericht vom 25.01.2014

Bericht vom 13.12.2013

Bericht vom 06.12.2013

Bericht vom 20.11.2013

Bericht vom 08.10.2013

 

 

 

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