Heiliges Jahr: Ein außergewöhnliches Ereignis

Heiliges Jahr: Ein außergewöhnliches Ereignis

Gepostet von am Dez 2, 2015 in Allgemein | Keine Kommentare

ANSA799837_ArticoloDas Jubiläum der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus am kommenden 8. Dezember eröffnet, reiht sich in eine lange Geschichte der Heiligen Jahre ein – und zeigt zugleich neue Züge, die den Nerv der Zeit treffen. Das sagt der vatikanische Verantwortliche für das Jubiläum, Erzbischof Rino Fisichella, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung. Das Außergewöhnliche an dem bevorstehenden Jubiläum ist nicht nur, dass es sich um ein „außerordentliches“ Heiliges Jahr handelt, sondern auch, dass es der Barmherzigkeit gilt.

„Papst Franziskus ist der Papst der Barmherzigkeit, und er drückt diesem Jubiläum den Stempel seiner pastoralen Lehre auf. Dies wird dann an vielen anderen Zeichen deutlich, ich denke an die Aussendung der Missionare der Barmherzigkeit, die der Papst mit dem Recht ausstattet, jene Sünden zu vergeben, deren Vergebung sonst dem Papst selbst vorbehalten ist. Oder die Tatsache, dass er allen Priestern der Welt erlaubt hat, von der Sünde der Abtreibung loszusprechen. Kurz und gut, es ist ein Jubiläum, das allen Diözesen und der ganzen Weltkirche erlaubt, die Pforten der Barmherzigkeit zu öffnen; denn die Barmherzigkeit Gottes kommt allen entgegen und schließt niemanden aus.“

Wie schon beim Heiligen Jahr 2000 wird es nicht nötig sein, nach Rom zu kommen, um den Ablass zu erhalten und in die vier Papstbasiliken zu pilgern. Papst Franziskus selbst wird auch eine Pforte der Barmherzigkeit in einer Obdachlosenunterkunft der Caritas beim römischen Hauptbahnhof, der Stazione Termini, eröffnen. Und noch ehe das Heilige Jahr überhaupt beginnt, feiert er eine Art Vorpremiere an einem der derzeit schlimmsten Konfliktherde der Welt: In der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik Bangui eröffnet er eine Heilige Pforte der Barmherzigkeit in der Kathedrale. Am Ende des Jubiläums empfängt Papst Franziskus im Vatikan Häftlinge, die aus diesem Anlass das Gefängnis verlassen dürfen.

Italien steuert 200 Millionen Euro bei, damit das Heilige Jahr der Barmherzigkeit reibungslos über die Bühne gehen kann. Dieses Geld kommt der Stadt Rom auch dann noch zugute, wenn die Pforten der Barmherzigkeit längst wieder geschlossen sind, erklärt Erzbischof Fisichella:

„Die Regierung und das ganze Land verfolgen das Ereignis mit viel Aufmerksamkeit. Es ist zwar ein geistliches Event, aber natürlich stellt es auch Anforderungen an die Stadt.“ rv

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