Vom Sinn des Osterfestes

Vom Sinn des Osterfestes

Gepostet von am Apr 10, 2017 in Allgemein | Keine Kommentare

Da hoppelt der Osterhase wieder durch die Einkaufsregale und verkündet uns das Osterfest. Was aber bedeutet Ostern?

Gescheitert?

Ostern ist das Fest der Auferstehung des Gottessohnes Jesus Christus. Damals, vor zweitausend Jahren, schienen Ideen und Lebenshaltung dieses Jesus von Nazareth gescheitert zu sein. Jesus hatte in seinem Leben nicht danach gefragt, ob die Menschen sich an die zahlreichen Gesetze, Gebote und Lebensregeln der Gesellschaft hielten. Er fragte, ob die Menschen ihr Leben an Gottes Willen festmachten – so, wie Gott es mit und für sie gedacht haben könnte. Der Glaube an die Zuwendung Gottes und der Glaube an Gottes Zutrauen zu den friedensschaffenden Fähigkeiten des Menschen waren seine Themen. Doch sein Weg endete am Kreuz – tot, vorbei, begraben.

Auferstanden

Bis nach drei Tagen: Zuerst war das Grab leer (noch lange hieß es, seine Anhänger hätten den Leichnam verschwinden lassen, um einen Auferstehungs-Mythos zu schaffen), dann aber die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus mit verschiedensten Menschen an verschiedensten Orten.

Nicht nachweisbar, aber erfahrbar

Dies war und ist kein wissenschaftlich nachweisbares Ereignis. Die Kraft, die vom Auferstehungsfest ausgeht, ist nur mit dem Glauben erfahrbar. Wenn es stimmt, dass Gott Jesus auferweckt hat, dann ist das eine Bestätigung der Lebensbotschaft dieses Jesus von Nazareth:

– dass der Mensch sich selbst lieben soll so wie seinen Nächsten;

– dass er Gott als den Schöpfer aller Dinge achten und ehren soll;

– dass ein jeder Mensch, ein jedes Tier, die ganze Schöpfung wertvoll ist vor den Augen Gottes.

Auferstehung heute

In vielen weiteren Geschichten, Worten und Taten hat Jesus Christus diese Botschaft den Jüngern nahe  gebracht. Man kann die Botschaft im Neuen Testament nachlesen. Fragt man sich, was diese Botschaften den Menschen heute sagen, übersetzt man sie also in die heutige Zeit, dann ist auch heute Auferstehung erlebbar. Ostern, Auferstehung heißt dann zum Beispiel:

– Auferstehen aus den vielen kleinen todbringenden Erfahrungen des Alltags

– Hoffnung schöpfen, nach neuen Wegen suchen, wo alles verfahren scheint

– mit Mut und Phantasie neu handeln für eine bessere Welt, für ein Reich Gottes auf Erden, das mit ihm begonnen hat und an dem die Menschen täglich neu mitbauen dürfen.

Ostern, das heißt:

Du kannst dich einbringen und darfst es einmal ganz erleben, das Himmelreich, das Reich Gottes, das vielleicht weniger ein Ort ist, sondern eher ein Zustand von Glück und Gerechtigkeit – in Gottes mütterlicher und väterlicher Liebe.

(Quelle: www.familien234.de, eine Initiative des Erzbistums Köln in pfarrbriefservice.de)

 

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