Christi Himmelfahrt am 21. Mai

Christi Himmelfahrt am 21. Mai

Gepostet von am Mai 17, 2020 in Allgemein | Keine Kommentare

 

 

An Christi Himmelfahrt (auch als »Erhöhung Christi« bekannt) feiern jedes Jahr die Christen die Rückkehr von Jesus Christus als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Dabei wird das Hochfest Christi Himmelfahrt alljährlich 39 Tage nach dem Ostersonntag begangen. Das ist dann traditionell der Donnerstag nach dem fünften Sonntag nach Ostern bzw. zehn Tage vor dem Pfingstfest, mit dem der Osterfestkreis dann schließlich sein Ende findet.

Der Feiertag leitet sich direkt aus den Schriften des Neuen Testaments ab. Denn schon das Evangelium nach Lukas (24,50-52) und die Apostelgeschichte (1,1-11) berichten vom auferstandenen Jesus, der sich vierzig Tage lang den Jüngern zeigte und anschließend in den Himmel zur Rechten Gottes erhoben wurde.

In den ersten drei Jahrhunderten war es üblich, die Feier der Himmelfahrt Christi mit dem Pfingstfest zusammen zu begehen, aufgrund der engen Verbindung von Auferstehung und Geistsendung. Allerdings entwickelte sich Christi Himmelfahrt im Laufe des 4. Jahrhunderts dann doch zu einem eigenständigen Fest und wird in der Liturgie von Jerusalem seit 383/384 erwähnt.

Nach altem Brauch sind die drei Tage vor Christi Himmelfahrt Bitttage, die im 4. Jahrhundert in der römischen Kirche eingeführt wurden und sich dann allmählich ausbreiteten. Papst Gregor der Große hat die Prozessionen um 600 dann weiter ausgestaltet. Im Zuge der Liturgiereform 1969 wurden diese Bittprozessionen in der katholischen Kirche abgeschafft.

Die liturgische Farbe zu diesem Hochfest ist das österliche Weiß als die Farbe des Lichtes.

Ein neuerer Brauch an Christi Himmelfahrt ist in Deutschland die Feier des so genannten Vatertages oder auch Männertages. Dieser Volksbrauch hat seine Wurzeln ebenfalls in dem christlichen Feiertag, denn seit vielen Jahrhunderten waren am Himmelfahrtstag auch Flurumgänge und -umritte üblich. Deren Ursprung liegt in der Imitation des Gangs der elf Jünger zum Ölberg zum Zweck ihrer Aussendung bzw. in einer von Papst Leo III. eingeführten Bittprozession (9. Jahrhundert).

 

 

 

Himmelfahrt

Dorthin wollen wir gelangen,
wo oben ist,
wo man über den Dingen steht,
die man so angehäuft im Lauf des Lebens,
die einen zerstreuen und gefangen halten.
Das Oben kann auch die Tiefe sein,
die Tiefe der Seele und Gedanken,
der Liebe und Hoffnung,
des Glaubens.
Himmelfahrt als mystisches Bild,
dass Jesus zu seinem Vater zurückgekehrt ist,
zu Gott, von dem er ausgegangen war,
um uns den Weg vorzuleben,
wie wir in den Himmel kommen können,
in die Seinsweise der Vollkommenheit.

 

(Text: Irmela Mies-Suermann in pfarrbriefservice.de)

 

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