Liturgie

von Biergans am 12.01.2020

   19. Januar 2020 – 2. Sonntag im Jahreskreis 

ZUM EVANGELIUM                        Drei Aussagen stehen im Zeugnis Johannes‘ des Täufers über Jesus: 1. Jesus ist das Lamm, das die Sünde der Welt hinwegnimmt; 2. der Geist ist auf ihn herabgekommen und auf ihm (in ihm) geblieben; 3. Jesus ist der Erwählte Gottes (der Sohn Gottes). Diese drei Aussagen weisen auf die Gestalt des „Gottesknechts“ beim Propheten Jesaja zurück (vgl. 1. Lesung). Eine innere Stimme sagt dem Täufer, als er Jesus kommen sieht: Er ist es, in ihm erfüllt sich, was die Propheten gesagt haben.

Evangelium (Joh 1, 29-34)

In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war.
Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekannt zu machen. Und Johannes bezeugte: Ich sah. dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Das habe ich gesehen. und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.

Für den Tag und die Woche

Einverstanden – Die höchste Macht Gottes ist, dass er lieben kann, und keine Liebe weigert sich, für den Geliebten zu leiden … Deshalb ist das Wappentier Gottes schon vor Grundlegung der Welt nichts weiter als ein verwundetes Lamm. Das Lamm zeigt an, dass Gott, der Schöpfer, damit einverstanden ist, das erste Opfer seiner Schöpfung zu werden, und dass er es uns eigenwilligen Narren nie übel nehmen wird, ihn diesen Weg einschlagen zu lassen, um uns sein Wesen zu offenbaren. Bevor er uns schwarz auf weiß die Liebe nachweist, die wir ihm schulden, zeigt er als Erster im erwählten Lamm den Liebesabgrund, in den hinein er sich schaffend einlässt. (Gustave Martelet)

Quelle: SCHOTT LESEJAHR A