ZUM EVANGELIUM                  Wer sich von Johannes dem Täufer taufen ließ, bekundete damit seinen Willen zur Umkehr, seine Bereitschaft für das Kommen der Gottesherrschaft. Für Jesus bedeutet diese Taufe eine Art Berufsweihe. Der Geist, der auf ihn herabkommt, und die Stimme aus dem Himmel bezeugen Jesus als den Gesalbten, den Messias, und als den geliebten einzigen Sohn.

 

Evangelium (Mt 3, 13–17)

In jener Zeit

kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes,

um sich von ihm taufen zu lassen.

Johannes aber wollte es nicht zulassen

und sagte zu ihm: Ich müsste von dir getauft werden

und du kommst zu mir?

Jesus antwortete ihm: Lass es nur zu!

Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen.

Da gab Johannes nach.

Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf.

Und siehe, da öffnete sich der Himmel

und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen.

Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach:

Dieser ist mein geliebter Sohn,

an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.

 

Zeugen der Liebe Gottes

Das Wissen, bedingungslos geliebt zu sein, noch bevor die Welt uns ihre Bedingungen vor Augen hält, können uns keine Bücher, Vorträge, Kurse oder Fernsehsendungen vermitteln, denn es ist ein geistliches Wissen, ein Wissen im Glauben, und stammt von Menschen, die uns durch ihr Wort und ihre Tat Gottes Liebe bezeugen. Diese Zeugen können sich in unserer nächsten Nähe befinden, aber auch weit weg von uns leben oder vor langer Zeit gelebt haben. Ihr Zeugnis verkündet die Wahrheit der Liebe Gottes und ruft uns auf, dieser Wahrheit entsprechend zu handeln. (Henri Nouwen)

Das Wort zum Sonntag finden Sie → hier