Kirchengemeinden Niederzier
Wahl zum Rat des Pastoralen Raumes Ellbachaue
Wie schon kurz berichtet, werden am 08. und 09. November 2025 im Bistum Aachen die neuen Räte in den Pastoralen Räumen gewählt. Diese neuen Gremien lösen ab 01.01.2026 die Räte der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG`s) ab.
Der Rat des Pastoralen Raumes ist das wichtigste Beratungs- und Abstimmungsgremium für die Pastoralen Aufgaben in jedem der insgesamt 44 Pastoralen Räume im Bistum Aachen. Zu seinen Aufgaben gehören die Vergewisserung, Begleitung und Vernetzung der Orte von Kirche, die Wahl der Ehrenamtlichen in die Leitung des Pastoralen Raumes und die Entsendung von Mitgliedern in den Kirchenvorstand bzw. in die Verbandsvertretung sowie in die regionalen Gremien (Arbeitsgemeinschaft Caritas, regionaler Katholikenrat, Regionalpastoralrat). Außerdem hat der Rat ein Anhörungsrecht zum Haushaltsentwurf, der vom vermögensverwaltenden Gremium aufgestellt wird.
Mitglieder des Rates können gemeinsam mit Haupt- und Ehrenamtlichen die vielfältigen Themen und Aufgaben im Pastoralen Raum mitgestalten, thematische oder territoriale Ausschüsse leiten und sich damit intensiv für den eigen Kirchort oder einen Themenbereich, der die eigene Lebensphase besonders betrifft oder interessiert, einsetzen. So können Interessen und Fähigkeiten auf mehreren Ebenen eingebracht und die Vernetzung im Pastoralen Raum gefördert werden.
Rat im Pastoralen Raum Ellbachaue – so wird zukünftig dieses Gremium unserer ehemaligen GdG`s Nörvenich/Vettweiß und Merzenich/Niederzier heißen.
Im Verlauf der gestrigen, vorbereitenden Sitzung wurden nicht nur die Mitglieder eines zu bestellenden Wahlausschusses berufen, sondern auch schon die Wahlbewerber für die Wahl im November benannt. Aus jedem der 4 Pfarrbereiche Merzenich, Niederzier, Nörvenich und Vettweiß stellen sich jeweils 3 Kandidaten/innen zur Wahl. Für unseren Niederzierer Bereich sind dies Matthias Biergans, Robert Engelmann und Martin Kamitz. Alle drei gehörten schon dem GdG-Rat Merzenich/Niederzier und dem Rat des Pastoralen Raumes (im Übergang) an. Darüber hinaus gibt es ein weiteres, abgestimmtes Kandidatenverfahren, worüber wir zeitnah berichten werden.
Manche Menschen sind besorgt, weil es ab November keine gewählten Pfarrei- und Gemeinderäte mehr geben wird. Sie befürchten, dass die Interessen der kleineren Pfarreien oder Gemeinden im Rat des Pastoralen Raumes untergehen und keine Berücksichtigung mehr finden.
Aber: Die Satzung des Rates ermöglicht und motiviert nämlich dazu, Ausschüsse zu gründen. Diese können themen- oder zielgruppenbezogen (z. B. Caritas, Jugend, Familien) sein, es können aber auch Ortsausschüsse gebildet werden. Hier können Menschen mitarbeiten, die sich für ihren Ort oder ihre Pfarrei engagieren wollen, ohne sich zur Wahl stellen zu müssen. Man hat die Hoffnung, dass es so gelingen wird, das große ehrenamtliche Engagement, dass es an vielen kleineren Kirchorten gibt, zu erhalten und in enger Anbindung an den Rat des Pastoralen Raumes gut zu begleiten.
Einige Pastorale Räume umfassen ein großes Territorium. Dies macht Menschen Angst, weil sie den Verlust einer wohnortnahen kirchlichen Heimat befürchten. Klar ist aber, dass bei weniger werdenden Ressourcen in Zukunft nicht mehr alle Versorgungsansprüche abgedeckt werden können. Die Idee der vielen lebendigen Orte von Kirche, an denen Menschen in Freiheit Jesus Christus und einander begegnen und ihren Glauben leben können, trägt dieser Entwicklung Rechnung und ermöglicht die Fortführung bewährter und die Entstehung neuer Initiativen kirchlichen Lebens.
Vielfältige Gründe, wie der demografische Wandel oder der Rückgang der Kirchenmitglieder, führen mancherorts zu der Sorge, dass nicht genügend Personen gefunden werden können, die bereit sind, für den Rat des Pastoralen Raumes zu kandidieren. Hier kann es helfen, sich bewusst zu machen, dass für den Rat des Pastoralen Raumes weniger Personen gewählt werden müssen als bisher für den GdG-Rat und die Suche von Kandidierenden für Pfarrei- und Gemeinderäte wegfällt.
Vielen Dank an die Referentin des Bistums Aachen, Frau Ulrike Maqua, für die Hilfen und guten Argumente.
In den kommenden Wochen vervollständigen wir mit weiteren Berichten die Informationen zum Wahlablauf.
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