Fragebogen des Papstes zur Außerordentlichen Bischofssynode 2014 in Rom

Gepostet von am Dez 13, 2013 in Allgemein | Keine Kommentare

Wir hatten am 20. November 2013 über die geplante Außerordentliche Bischofssynode 2014 in Rom berichtet (lesen Sie unseren Bericht hier). Die Kirchengliederungen konnten sich an der Vorbereitung dieser außerordentlichen Bischofssynode 2014 beteiligen.

Nach der 2-seitigen Stellungnahme des Diözesanrates im Bistum Aachen (lesen Sie unseren Bericht hier), hat nun auch das Erzbistum Köln erste Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht. Diese erreichen Sie im vollen Wortlaut hier.

Innerhalb der neun Abschnitte des Fragebogens, geht es um das Verständnis der Katholiken von Ehe, Familie, Partnerschaft und Sexualität sowie um die Sakramente für Geschiedene, homosexuelle Partnerschaften und christliche Kindererziehung.

Starke Differenz zwischen kirchlicher Lehre und dem Leben der Katholiken

Danach gibt es aus diesen Rückmeldungen ein Resümee, das manche Tageszeitung mit dem Satz überschreibt: „Eine starke Differenz zwischen kirchlicher Lehre und dem Leben der Katholiken wird deutlich“. Jedenfalls scheint aufgrund des unkonventionellen Stils unseres Papstes Franziskus und seiner Suche nach der Haltung der Katholiken zu wichtigen Themen mächtig Bewegung zu kommen. Es ist sogar die Rede davon, dass die Lebenswelten von Kirche und Gesellschaft auseinander driften würden.

In seiner Stellungnahme hat das Erzbistum Köln vor allem den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen als wichtiges Thema angesehen. „Viele wiederverheiratete Geschiedene fühlen sich von der Amtskirche diskriminiert, fühlen sich ausgegrenzt und zeigen sich hierdurch oft belastet“, heißt es in dem Dokument. Hierüber hatten wir auch schon am 08. Oktober unter der Überschrift: „Mehr Rechte für wiederverheiratete Katholiken“ berichtet (lesen Sie den Bericht hier).

Auch das Bistum Aachen meldet Beteiligungen

Die Aachener Zeitung meldet, dass sich auch im Bistum Aachen viele Probleme der Gläubigen in Ehe- und Familienfragen um die Einstellung der Kirche zur Sexualität ranken. In Aachen hätten sich nach Angaben des Generalvikariats rund 30 Personen und Gruppen beteiligt. Kritisiert wird von ihnen unter anderem, dass die kirchliche Ehe- und Sexualmoral „für viele ein Glaubenshindernis“ darstelle. Statt starrer Richtlinien sollte die Eigenverantwortung des Einzelnen und der Familien unterstützt werden. Wiederverheiratete Geschiedene hätten sich entweder enttäuscht von der Kirche abgewandt oder die Sakramente nach einer Gewissensentscheidung weiter empfangen. Bemängelt wurden in den Rückmeldungen aus den Gemeinden im Bistum Aachen die Art der Formulierungen im Fragebogen sowie die Kürze der Antwortzeit. Offenbar ist das Tempo des neuen Papstes für sein Kirchenvolk noch ungewohnt: Er hatte den Bistümern genau vier Wochen Zeit gelassen, um die Einstellungen der Gläubigen zu ergründen.

Spannende Entwicklung

Welchen Wert die Erkenntnisse aus Köln und Aachen wirklich haben, bleibt abzuwarten. Obwohl die Umfragen nicht repräsentativ sind, vermutet man, dass die Ergebnisse die Einstellung der kirchlich gebundenen, aktiven Katholiken durchaus wiederspiegelt. Wir werden über die Entwicklung weiter berichten. Gespannt kann man vor allem auf die abschließende Bewertung der Deutschen Bischofskonferenz sein, deren Aufgabe es ist, alle Meinungen an den Vatikan weiterzuleiten.

 

 

 

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