Arbeitsgruppe stellte die Ergebnisse des KIM-Prozesses für die Pfarre „Christus unser Friede“ in Kohlscheid vor

Arbeitsgruppe stellte die Ergebnisse des KIM-Prozesses für die Pfarre „Christus unser Friede“ in Kohlscheid vor

Gepostet von am Jan 28, 2015 in Allgemein | Keine Kommentare

Erinnern Sie sich noch? Am 05. Januar berichteten wir mit der Überschrift: „Bistumsprojekt untersucht, was die Gemeinschaft einer Pfarrei prägt“. In bischöflichem Auftrag hatte sich Pastoralreferent Dieter Praas auf Spurensuche in drei GdG`s begeben, die jeweils zu einer Pfarrei fusioniert worden sind. Seine Frage lautete: Was ist es, was die Gemeinschaft von Christen einer Pfarrei ausmacht?

In der Ausgabe 04/2015 der Aachener Kirchenzeitung beschäftigt man sich nun unter der Überschrift „Gesucht: Kreative Zukunftsideen“ wieder mit diesen Fragen. Bilden Sie sich Ihre ganz persönliche Meinung!

Hier der Artikel:

 „Bleibt alles wie es war… Bleibt die Kirche im Dorf?“, so die etwas provokant formulierte Frage, die die KIM-Arbeitsgruppe in Christus unser Friede Kohlscheid als Titel für ihre Informations-Broschüre gewählt hatte und mit der sie in die Pfarrversammlung zum Thema ging.

Ja und nein. – Ja, weil sich an der Zahl von fünf Kirchen in Kohlscheid in absehbarer Zeit nichts ändern wird, keine wird geschlossen. Die Kirche bleibt im Dorf. Nein, weil zwei von ihnen, St. Mariä Verkündigung  Bank und St. Mariä Heimsuchung Kämpchen, zukünftig aus der Bezuschussung des Bistums für die Instandhaltungskosten herausfallen.

Alternative und kreative Nutzung

Gleiches gilt für drei Gemeindebüros (Pannesheide, Bank, Berensberg), die Jugendheime in Pannesheide und Berensberg und die Hubertuskapelle. So soll der Rücklagenbedarf – in Christus unser Friede laut Berechnung des Bistums gut 150000 Euro – um ein Drittel (50000 Euro) reduziert werden. Das ist notwendig, weil in der Kirche – nicht nur im Bistum Aachen – schon seit Jahren nicht mehr alles bleibt, wie es war. Die Zahlen sind rückläufig, wie Pfarrer Michael Datené noch einmal vor rund 100 Gemeindemitgliedern ausführte, beim pastoralen Personal, den Ehrenamtlichen, den Kirchenbesuchern und langfristig auch bei der Kirchensteuer.

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Arbeitsgruppe zum Kirchlichen Immobilienmanagement (KIM), was auf die „rote Liste“ kommt, war das Pastoralkonzept und die sich daraus ableitenden Ziele: Das Leben in den Gemeinden mit seinen Eigenarten und Besonderheiten erhalten, Orte für Feier und Begegnung als Gemeinde, aber auch, wo möglich, Dinge gemeindeübergreifend zu bündeln. Dazu braucht es Kirchen und Pfarrheime und deren alternative und kreative Nutzung. „Dafür muss man bei KIM offen sein“, erklärte Pfarrer Datené. Nur so ließen sich die beiden Kirchen langfristig erhalten, was auch der ausdrückliche Wunsch der Gremien ist.

Kooperation mit der evangelischen Gemeinde

Dafür suchen die Gremien Mitakteure, „die sich einbringen und helfen, Lösungen zu finden und Entscheidungen zu treffen“, warb Michaela Freh vom Sprecherteam des GdG-Rates bei den Anwesenden. Auch bei der sich anschließenden Diskussion blieb die Kirche sprichwörtlich im Dorf. Die Beiträge waren sachlich bis konstruktiv. Es sei schade, dass so wenig junge Leute da seien, lautete eine von mehreren geäußerten Feststellungen, denn sie seien es doch, auf die es für die Zukunft ankäme, die Älteren hätten doch ihren Teil geleistet. Auch die Tatsache, dass  sowohl Pfarrer als auch Gemeindereferentin die Pfarrei im Sommer verlassen, bremste die Diskussion ein wenig. Es ist ein Planen mit Unbekannten.

Einige konkrete Ideen wurden eingebracht. Eine Dame erinnerte daran, dass es bereits in der Vergangenheit Pläne gegeben habe, in Kämpchen den Pfarrsaal in die Kirche zu integrieren. Die müssten doch noch in irgendeiner Bistumsschublade liegen. Was denn mit der benachbarten evangelischen Gemeinde sei, die suche doch neue Räume? „Da sind wir im Gespräch“, bestätigte Michael Datené. Doch zwei Kirchengemeinden mit ihren jeweiligen Gremien, das mache die Sache nicht unbedingt schneller. „Wichtig ist, dass wir die Zeit zum Planen nutzen und Ideen entwickeln, was wir mit den Gebäuden tun, welchen Platz brauchen wir und wofür“, fasste Michaela Freh abschließend zusammen. Veränderung als Chance. (Andrea  Thomas – veröffentlicht am 22.01.2015)

 

(Grafik: Pfarreiengemeinschaft  © Sarah Frank – pfarrbriefservice.de)

 

 

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