KIM-Kirchliches Immobilien Management.

Gepostet von am Okt 2, 2016 in Allgemein | Keine Kommentare

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Pfarrgemeinde!

KIM= Kirchliches Immobilien Management.

Was versteht man unter diesem Begriff und was bedeutet das Verfahren des Bistums Aachen für unsere Kirchengemeinden?

Seit einigen Jahren betreibt das Bistum Aachen das kirchliche Immobilienmanagement. In einem ersten Schritt hatte ein Unternehmen (die Josefs-Stiftung) den Auftrag, alle im Besitz der Kirche befindlichen Gebäude zu erfassen, zu prüfen. So wurden im Bistum alle Kirchen, alle Pfarr- & Jugendheime, alle Pfarrhäuser und alle kirchlichen Gebäude erfasst und dokumentiert. Der hohe Sanierung- und Renovierungsbedarf der kirchlichen Gebäude machte dem Bistum Aachen große Sorgen, begründet durch die Finanzkrise der Jahre 2002-2010.

Zwischenzeitlich ist die Erfassung der Gebäude für das Bistum abgeschlossen. Bei dieser Erfassung und Bewertung machen die großen Kirchengebäude besondere Probleme. Wie soll man eine Kirche bewerten? Sie hat für die Gemeinde vor Ort sicherlich einen hohen ideellen und durch die Bereitschaft für die Gemeinde vor Ort zu spenden auch einen besonderen materialen Wert. Auch ist ein Kirchengebäude nicht wie ein Wohnhaus zu bewerten. Das ist ein Problem für alle Pastoral genutzten Räume. Vom Bistum heißt es, dass 33% der Pastoral genutzten Räume nicht mehr durch Generalvikariat Aachen bei Renovierungen gefördert werden. In diesem Jahr 2016 mussten auch wir uns in der GdG Merzenich/Niederzier dieser Thematik stellen. In mehreren Gesprächsrunden haben Vertreter aus den Kirchengemeinden in Merzenich und Niederzier, unterstützt durch Mitarbeiter des Bistum, sich mit dem Themen beschäftigt und die ermittelten Daten geprüft.

Leicht hat man sich die Entscheidungen nicht gemacht. Auf Grund der Bewertung der Gebäude durch das vom Bistum beauftragte Gutachtergremium hatte der Arbeitskreis, hatten die Kirchenvorstände und Pfarreiräte die schweren Entscheidungen zu treffen.

Obwohl die Kirchengemeinden in Merzenich nur eine Kirchengemeinde mit den vier Gemeindebereichen bilden, hatte man sich geeinigt  im Arbeits- und Entscheidungskreis das Stimmrecht für die 4 alten Kirchengemeinden zuerkennen. Lebendig waren die Diskussionen. Im Letzten war aber eine Entscheidung gefordert, da bei fehlendem Beschluss zukünftig keine Förderungen durch das Bistum für die gesamte GdG Merzenich-Niederzier gezahlt würden. Verschiedene Modelle wurden diskutiert.

Für den Niederzier Bereich innerhalb der GdG Merzenich-Niederzier lautet nun die Entscheidung wie folgt:

Gefördert durch das Bistum wird zukünftig:

  • Pfarrkirche St. Cäcilia in Niederzier,
  • Pfarrkirche St. Martin in Oberzier,
  • Pfarrkirche St. Josef in Huchem Stammeln
  • Pfarrkirche St. Thomas von Canterbury in Ellen
  • Pfarrheim in der Pfarre St. Antonius in Hambach.

Keine Förderung durch das Bistum erhalten zukünftig:

  • Pfarrkirche St. Antonius in Hambach
  • Marienkapelle in Selhausen
  • Pfarrheim in der Pfarre St. Martin in Oberzier
  • amtlich genutzte Räume im Pfarrhaus St. Thomas von Canterbury in Ellen
  • amtlich genutzte Räume im Pfarrhaus St. Cäcilia in Niederzier
  • amtlich genutzte Räume im Pfarrhaus St. Josef in Huchem Stammeln

Schließung, Verkauf oder Umnutzung  –  Finanzielle Förderung des Kirchendaches in Golzheim.

Das Bistum hat in unserem Fall nicht von Schließung, Verkauf oder Umnutzung gesprochen. Uns ist sogar für das Kirchengebäude in Golzheim die finanzielle Förderung der Sanierung des Kirchendaches und des Glockenstuhles mit einer hohen Summe zuerkannt worden, damit die Kirche als Kirchengebäude noch lange genutzt werden kann. Auch wenn diese Kirche auf der Liste der Gebäude steht, die in der Zukunft keine Unterstützung vom Bistum bekommen.

In unserm Bereich (Niederzier) ist betroffen die Pfarrkirche St. Antonius in Hambach. Diese Kirche ist aber in einem sehr guten Zustand. Und wir haben die Hoffnung, dass wir sie noch lange für pastorale Zwecke nützen können und auch dürfen. Die kleinen Reparaturen können wir aus unseren Reserven bezahlen. Zusätzlich möchten wir ein Fon gründen. Alle Gemeinden im Bereich Niederzier sollen Jährlich einen bestimmten Betrag  auf das Konto einzahlen.  Das Geld soll uns in der Zukunft helfen, die Gebäude zu sanieren, die vom Bistum keine finanzielle Unterstützung  erhalten.

Über die Schließung eine Kirche, eines Pfarrheims oder eines anderen pastoral genutzten Bereichs haben  die Kirchenvorstände sich bisher keine Gedanken gemacht. Die Pfarrhäuser in Ellen und Huchem Stammeln sind vermietet. Das Pfarrhaus in Niederzier dient als Dienstwohnung für den Pfarrer. Diese Häuser müssen in der Zukunft wirtschaftlich geführt werden. Sie müssen durch Miete-einnahmen für zukünftige Renovierungen das nötige Geld einbringen. Das Pfarr- und Jugendheim in Oberzier müssen wir durch Vermietung finanzieren.

Das ist für uns alle eine sehr schwierige Zeit, in der wir als Kirchengemeinden in  Niederzier mehr zusammen rücken müssen. Nur gemeinsam und mit vereinten Kräften können wir in der Zukunft  als Kirche in der Kommune Niederzier überleben. Wenn wir jetzt Beginen zu streiten und uns gegenseitig die Schuld zuweisen, werden wir am Ende alle verlieren. Nur mit Ruhe und gegenseitigen Respekt werden wir diese schwierige Angelegenheit gemeinsam meistern. Und ich hoffe noch lange alle unsere Pastorale Gebäude nützen dürfen.

Andreas Galbierz Pfarrer

 

 

 

 

 

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